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An
Herrn Sebastian Rutten
Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Integration, Kinder, Familie und Wohnen
Schloßplatz 6
65183 Wiesbaden

 

 

Wiesbaden, den 23.06.2021

 

Antrag der AfD-Stadtverordnetenfraktion für die Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration, Kinder, Familie und Wohnen am 30.06.2021

 

Anfragen an das Gesundheitsamt wegen psychologischer Hilfe für Kinder und Jugendliche während der Corona-Kontaktbeschränkungen

 

Begründung:

 

Laut den Ergebnissen einer Studie (COPSY-Studie), die das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) von Mitte Dezember 2020 bis Mitte Januar 2021 zu den Folgen des Lockdowns bei Kindern durchführte, zeigt fast jedes dritte Kind in Deutschland zehn Monate nach Beginn der Corona-Kontaktbeschränkungen Hinweise auf eine psychische Belastung. Vor der Pandemie war es jedes fünfte Kind.

Es zeigen sich vor allem depressive und psychosomatische Symptome. Kinder aus sozial schwachen Haushalten sind besonders betroffen.

 

Hilfsangebote und Therapieplätze waren schon vor Beginn der Corona-Maßnahmen knapp und die Wartezeiten für Therapieplätze lang.

 

 

Antrag:

 

Der Ausschuss für Soziales, Integration, Kinder, Familie und Wohnen wolle beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, zu berichten:

  1. verzeichnete das Gesundheitsamt in den Monaten seit Beginn der Corona-Maßnahmen ein erhöhtes Aufkommen an Fragen nach psychologischer Hilfe für Kinder und Jugendliche? Falls ja, wie viele waren dies im Verhältnis zu der Zeit vor den Corona-Maßnahmen?
  2. Welche Auskunft erteilt das Gesundheitsamt in solchen Fällen?
  3. In wie vielen Fällen konnte den Eltern bzw. den Kindern und Jugendlichen geholfen werden?
  4. Wie viele Therapeuten für Kinder und Jugendliche gibt es in Wiesbaden und wie ist die Auslastung momentan?
  5. Mit welcher Entwicklung rechnet die Landeshauptstadt bei Nachfrage nach psychologischer Hilfe für Kinder und Jugendliche für die nächsten zwei Jahre?
  6. Kann diese Nachfrage mit den bestehenden Kapazitäten gedeckt werden? Falls nein, welche Maßnahmen sind geplant, um das Angebot zu verbessern?

 

 

Monika Giesa                                                             Anja Philipp
Stadtverordnete                                                            Fraktionsgeschäftsführerin
AfD Stadtverordnetenfraktion                                   AfD Stadtverordnetenfraktion

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