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Refinanzierung vergünstigter Theaterkarten durch Sponsoring

An
Herrn Nikolaus Jacobs
Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Kultur und Städtepartnerschaften
Schloßplatz 6
65183 Wiesbaden

Wiesbaden, den 12. Dezember 2025

Antrag der AfD Stadtverordnetenfraktion für die Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Städtepartnerschaften am 29.01.2026

Refinanzierung vergünstigter Theaterkarten durch Sponsoring

Begründung:

Nachdem man sich beim Mainzer Staatstheater aus guten Gründen von der Semester-Flatrate für Studenten verabschiedet hat, sprang sogleich das Wiesbadener Staatstheater in die Bresche, indem es dieses gescheiterte Modell übernahm, das es Studenten und anderen Personengruppen ermöglicht, praktisch kostenlos die meisten Vorstellungen zu besuchen. Man könnte fast den Eindruck bekommen, auf diesem Wege sollen die lichter gewordenen Ränge unter der neuen Intendantur künstlich aufgefüllt werden.

Wie dem FAZ-Artikel „Für fünf Euro ins Mainzer Staatstheater“ vom 9. Dezember zu entnehmen ist, geht man in Mainz mittlerweile andere Wege: Dort kann der berechtigte Personenkreis nun gegen Zahlung eines vergünstigten Ticketpreises in Höhe von 5 EUR die jeweiligen Vorstellungen besuchen. Die Ausgabe der vergünstigten Tickets wurde demnach dadurch möglich, dass man „Stiftungen, aber auch Banken und Unternehmen“ als Sponsoren hat gewinnen können.

Angesichts des plötzlich entdeckten Haushaltsloch in Höhe von 42,5 Millionen erscheint es sinnvoll, gewinnbringende Alternativen zum bloßen Verschenken der Karten zu erwägen. Hier könnte dieser neue Mainzer Ansatz als Vorbild dienen. Das am 5. Dezember vom Mainzer Oberbürgermeister Haase vorgestellte Modell solle laut Initiatoren „Teil der Verantwortung der Kulturinstitutionen sein, den demokratischen Zusammenhalt zu stärken“ – ein hehres Ziel, dem sich die antragstellende Fraktion selbstverständlich zutiefst verpflichtet fühlt.

Antrag:

Der Ausschuss für Schule, Kultur und Städtepartnerschaften möge beschließen,

die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen,

der Magistrat wird gebeten zu berichten:

Was spricht aus Sicht des Magistrats dafür oder dagegen, das neue Konzept des Mainzer Staatstheaters zu übernehmen, bei dem es dem Kreis der Berechtigten ermöglicht wird, ermäßigte Karten für 5 Euro pro Vorstellung zu erwerben, die von zu akquirierenden Sponsoren mitfinanziert werden?
Bitte die Erwägungen detailliert und nachvollziehbar darlegen, insbesondere im Hinblick auf die Haushaltslage.

Dr. Klaus-Dieter Lork                                                                   Gordon A. Bee
Stadtverordneter                                                                           Politischer Referent
AfD Stadtverordnetenfraktion                                               AfD Stadtverordnetenfraktion